Die ewige Frage: Was wächst wo?

 

Immer wenn ich mit einer Gartenplanung beauftragt werde, kommt diese Frage von meinen Auftraggebern. Nach vielen „ try and error“ Versuchen sind sie frustriert und glauben nicht wirklich an eine Lösung. Für mich ist es dann immer sehr schwierig, sie von Gegenteil zu überzeugen.

Natürlich kann man radikal vorgehen und wie im Botanischen Garten geeignete Standortbedingungen schaffen, viele Gärtner bieten so etwas ihren Kunden an.

Im ersten und zweiten Jahr funktioniert das toll und sieht klasse aus, – ohne Zweifel. Aber ab dem dritten Jahr fangen die Pflanzen an zu kränkeln oder verschwinden ganz. Denn der Aufwand der im Botanischen Garten für die Pflege der Pflanzen geleistet wird ist im normalen Leben mit viel Zeit, und wenn man die nicht hat, mit entsprechenden Kosten verbunden.

So ist es einfach sinnvoller die vor Ort gegebenen Bedingungen für sich arbeiten zu lassen und geeignete Pflanzen heraus zu suchen und zu setzen.

Hier beginnt die wirkliche Kunst, was am Standort wächst, entspricht nicht unbedingt dem Baumarktpflanzen Sortiment. Ganz abgesehen davon, dass die Qualität unter der Quantität der gebotenen Pflanzen leidet. Und weil die Marge zu gering ist, müssen viele kleine Pflanzen möglichst schnell verkauft werden, damit sich das für die Baumärkte rechnet.

Masse statt Klasse

Klar man kann auch in Fachgärtnereien und Baumschule Pech haben, aber die Chancen genau die passenden Pflanzen zu finden ist erheblich größer, da das Sortiment eher auf die örtlichen Standortbedingungen abgestimmt ist und nicht ganz so stark den Modeströmungen folgt.

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